• Uferschwalbe fliegt Steilufer an

Nach über 100 Jahren kehrt die Uferschwalbe wieder an die Thur zurück. Bisher besiedelte die seltene Schwalbenart nur noch menschliche Ersatzlebensräume, meistens Kiesgruben. 2017 brüteten zwei Paare im revitalisierten Thurabschnitt. Die Renaturierungsarbeiten tragen somit bereits erste Früchte.

Nun ziehen sie wieder, die Schwalben. In grösseren Ansammlungen, am Himmel oder auf Leitungsdrähten können sie dieser Tage wieder beobachtet werden. Sie verlassen ihre nördlichen Brutgebiete und ziehen nach Afrika. Unsere kleinste und gleichzeitig seltenste Schwalbenart ist die Uferschwalbe. Oberseits ist sie einfarbig braun, unterseits weiss. Zu erkennen ist sie am einfachsten am braunen Brustband.

Die Uferschwalbe brütet in Kolonien in Kiesgruben, früher hingegen ausschliesslich in Prallhängen von unverbauten Flüssen. Dieses Jahr gelang nach über hundert Jahren erstmals wieder ein Brutnachweis an der Thur – also in ihrem angestammten, ursprünglichen Lebensraum. Durch Hochwasser sind an der Thur nun wieder grössere Steilufer entstanden, nachdem im Rahmen der Renaturierungsmassnahmen die Längsverbauungen entfernt wurden.

Ende Juni und Anfang Juli konnten die Altvögel zweier Brutpaare beobachtet werden, wie sie ihre Sandhöhlen anflogen und die am Eingang wartenden Jungen fütterten. Noch vor Mitte Juli verliessen die Jungvögel ihre Nester und konnten darauf beobachtet werden, wie sie zusammen mit den adulten Vögeln der Thur entlang nach Fluginsekten jagten.

 

Kategorien: Naturbeobachtung

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