Zurzeit blüht in unserer Gegend massenweise das Einjährige Berufkraut auf. Besonders betroffen sind sensible Naturschutzgebiete wie die Thurauen. Der Neophyt des Jahres 2018 verbreitet sich rasant und verdrängt dabei die einheimische Flora. Nur mit enormer Anstrengung kann eine weitere Ausbreitung dieser invasiven gebietsfremden Art verhindert werden – helfen auch Sie mit!

Wir stehen zurzeit vor einer riesigen Herausforderung: Das ursprünglich aus Nordamerika stammende Einjährige Berufkraut (Erigeron annuus) breitet sich seit dem Hitzesommer 2003 bei uns rasant aus. Als Ruderalpflanze verdrängt es an Strassenrändern, Bahngeleisen und Gewässern sowie in Magerwiesen und Buntbrachen die einheimische Flora. Aufgrund der ähnlichen Blütenform wird es häufig mit Gänseblümchen oder Kamillen verwechselt. Der trügerisch hübsche Korbblütler war selbst unter Naturschützern bis vor wenigen Jahren kaum bekannt. Der deutsche Name „Einjähriges Berufkraut“ ist irreführend, denn entgegen seinem Namen ist das Berufkraut nicht nach einem Jahr verschwunden, sondern breitet sich durch grossflächiges Versamen rasant aus. Die Blütezeit ist von Ende Mai bis Oktober, vegetativ fällt die Pflanze durch ihre charakteristische hellgrüne Farbe auf. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 30-100 cm.

Die weitere Ausbreitung des Einjährigen Berufkraut muss möglichst verhindert werden. Die Bekämpfung erfolgt durch Ausreissen der ganzen Pflanzen (inklusive Wurzeln) vor der Blüte. Werden die Stängel nur geschnitten oder abgerissen, blühen sie schon nach wenigen Wochen erneut. Falls das Kraut schon aufgeblüht hat, muss mindestens die Blüte im Kehricht entsorgt werden.

Der Kanton Zürich hat dieses Jahr ein Pilotprojekt gestartet, welches das Berufkraut in verschiedenen prioritären Gebieten eindämmen soll, darunter auch in den Thurauen. Dies wird aber mit Nichten reichen. Helfen auch Sie mit und reissen wo immer möglich das invasive Kraut konsequent aus! Am besten nehmen Sie immer einen Plastiksack in Feld und Flur.