﻿{"id":474,"date":"2019-02-28T22:56:36","date_gmt":"2019-02-28T22:56:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.andelfinger-naturschutzverein.ch\/nathurbildung\/?p=474"},"modified":"2019-08-23T20:39:11","modified_gmt":"2019-08-23T20:39:11","slug":"holzfaeller-biber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andelfinger-naturschutzverein.ch\/nathurbildung\/holzfaeller-biber\/","title":{"rendered":"Holzf\u00e4ller Biber"},"content":{"rendered":"\n<p>Nach der\nkalten Winterzeit sind entlang der Thur besonders viele Biberspuren zu\nentdecken: Auff\u00e4llig sind die meist im 45\u00b0 Winkel frisch abgenagten und gef\u00e4llten\nSt\u00e4mme. Der rein vegetarisch lebende Biber ist bzgl. Nahrung in der Regel nicht\nw\u00e4hlerisch. Doch in der kalten Jahreszeit frisst er \u2013 mangels frischer Kr\u00e4uter \u2013\nfast ausschliesslich Baumrinden. Der Biber kann aber nicht klettern und so ist f\u00fcr\nihn das B\u00e4umef\u00e4llen die einzige M\u00f6glichkeit, an die Nahrung heranzukommen. Daf\u00fcr\nsitzt er auf die Hinterbeine, hakt seine starken Oberkieferz\u00e4hne im Holz ein\nund raspelt mit dem Unterkiefer kr\u00e4ftig das Holz weg. D\u00fcnne B\u00e4ume f\u00e4llt er\ngleich ganz; dickere B\u00e4ume l\u00e4sst er als sogenannte Sanduhrenb\u00e4ume stehen und \u00fcberl\u00e4sst\nsie dem n\u00e4chsten Sturm. Das ist zu seinem eigenen Schutz sehr geschickt, denn\nder Biber kann die Fallrichtung der B\u00e4ume nicht beeinflussen. Mit dieser Technik\nkann er bis zu 60 cm dicke B\u00e4ume f\u00e4llen. Die Rinde der dicken St\u00e4mme nagt er\nvor Ort ab, doch wenn immer m\u00f6glich transportiert er die \u00c4ste ans Ufer, wo er\nsie in Ruhe abfressen kann. Hier in Gew\u00e4ssern\u00e4he f\u00fchlt sich der Biber sicher,\nda er bei Gefahr sofort ins Wasser abtauchen kann. Die zellulosehaltige Nahrung\nverdaut der Biber mit Hilfe von Bakterien aus seinem Blinddarm. Der sp\u00e4ter\nausgeschiedene Blinddarmkot frisst er gleich nochmals auf, um ihn ein zweites\nMal zu verdauen &#8211; ganz nach dem Motto \u201adoppelt verdaut, n\u00e4hrt besser\u2018.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die sogenannten Biberschlipfen sind in der noch sp\u00e4rlichen Vegetation sehr gut zu sehen. Biber entfernen sich \u00e4usserst ungern vom Gew\u00e4sser \u2013 ihre Fortbewegung an Land ist auch eher plump und langsam. So verlassen sie das Wasser immer exakt \u00fcber dieselben Wege, die meistens rechtwinklig zum Wasser wie Stichstrassen zu den Nahrungsgr\u00fcnden f\u00fchren. Durch deren intensive Nutzung entstehen mit der Zeit tiefe Rinnen \u2013 die Biberschlipfen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der kalten Winterzeit sind entlang der Thur besonders viele Biberspuren zu entdecken: Auff\u00e4llig sind die meist im 45\u00b0 Winkel frisch abgenagten und gef\u00e4llten St\u00e4mme. Der rein vegetarisch lebende Biber ist bzgl. Nahrung in der Regel nicht w\u00e4hlerisch. Doch in der kalten Jahreszeit frisst er \u2013 mangels frischer Kr\u00e4uter \u2013 [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":477,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[51,61,60],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.andelfinger-naturschutzverein.ch\/nathurbildung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/474"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.andelfinger-naturschutzverein.ch\/nathurbildung\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.andelfinger-naturschutzverein.ch\/nathurbildung\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.andelfinger-naturschutzverein.ch\/nathurbildung\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.andelfinger-naturschutzverein.ch\/nathurbildung\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=474"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.andelfinger-naturschutzverein.ch\/nathurbildung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/474\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":480,"href":"https:\/\/www.andelfinger-naturschutzverein.ch\/nathurbildung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/474\/revisions\/480"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.andelfinger-naturschutzverein.ch\/nathurbildung\/wp-json\/wp\/v2\/media\/477"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.andelfinger-naturschutzverein.ch\/nathurbildung\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=474"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.andelfinger-naturschutzverein.ch\/nathurbildung\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=474"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.andelfinger-naturschutzverein.ch\/nathurbildung\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=474"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}