Die Brutsaison 2025 startete mit einem niedrigen Ausgangsbestand. Gründe dafür waren der spärliche Bruterfolg im Vorjahr infolge des aussergewöhnlichen Juni-Hochwassers, welches praktisch zum Totalverlust führte, sowie der weitere schwierige Witterungsverlauf mit häufigen Starkregenereignissen. Zwar war der Winter 2024/25 eher mild, doch dürften die vielen Wassertrübungen in den Regenperioden trotzdem zu einer erhöhten Sterblichkeit geführt haben. Im nicht begradigten Flussabschnitt unterhalb von Thalheim siedelten sich im Jahr 2025 nur 5 Brutpaare an, also halb so viele wie im Vorjahr. Der Abschnitt Thalheim/Altikon mit seinem renaturierten Flussmäander blieb im Jahr 2025 vermutlich ganz verwaist.
Auch der Bruterfolg war mit 6 Bruten eher unterdurchschnittlich. Hauptgrund hierfür war neben dem geringen Brutbestand wohl auch das witterungsbedingte Ausbleiben von Zweitbruten, da die Thur im Juli häufig trübes Wasser führte. Zudem ereigneten sich 2 unglückliche Brutausfälle: Während eine Brutwand durch Starkniederschläge abbrach, wurde eine andere Höhle durch einen Fuchs geplündert. Positiv war, dass es in dieser Brutsaison keine gravierenden Hochwasser gab.
Die höchste Brutdichte wurde wie in den Vorjahren im Auenschutzperimeter festgestellt. Dort brüteten 4 Paare auf knapp 6 Kilometern, was einer Dichte von 0.67 Paaren pro Kilometer entspricht.
